Projekte
1. Bauabschnitt Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth
Vom Museum aus betritt der Besucher einen klar geführten Rundweg, der ihn durch die angrenzende Außenanlage und an verschiedenen Themenstationen vorbeiführt. An den einzelnen Stationen weitet sich der Weg auf und schafft Aufenthaltsbereiche für kleinere Gruppen, etwa im Rahmen von Führungen. Die Wegeführung folgt dabei dem bestehenden didaktischen Konzept der Außenausstellung und führt die Besucher in chronologischer Reihenfolge durch die Stationen. Das Konzept und die Planung der Ausstellung kommen von facts&fiction – vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit.
Der Rundgang beginnt an Station 1A/B und verläuft über alle weiteren Stationen bis Station 8, wo der Weg im südlichen Bereich eine Wende nimmt und der Besucher schließlich wieder in die Außenausstellung zurückgeführt wird. Von dort besteht die Verbindung über das angrenzende „Dorf“ zurück zum Museum. Zusätzlich wurde eine direkte, kürzere Verbindung über die Umgehungsstraße erhalten, die als wichtige funktionale Abkürzung dient. Weiße „Grenzsteine“ am Rundweg zeichnen den Verlauf der ehemaligen Mauer entlang der innerdeutschen Grenze nach. Die meisten Plätze bieten Sitzgelegenheiten und Beschattung durch Bäume, lediglich im Bereich der direkten Sichtachsen wird auf zusätzliche Verschattung verzichtet. Bei der Ausstattung wurde darauf Wert gelegt, die kantige Formensprache der Gebäudekubatur von atelier30 Architekten und der Wegeführung aufzugreifen.
Die Wege sind als hochwertig befestigte, barrierefreie Oberflächen ausgebildet und gewährleisten eine gute Begehbarkeit für alle Nutzergruppen. Gleichzeitig sind sie robust, pflegearm und für die ganzjährige Nutzung geeignet. In den Rundweg ist eine leicht abgesenkte Außenausstellungsfläche integriert, die die Exponate räumlich fasst und zugleich eine klare Besucherführung unterstützt. Eine Cortenstahlwand bildet den hinteren Abschluss der Ausstellungsfläche, die einseitig niveaugleich erschlossen und zusätzlich über Treppen und eine Rampe barrierefrei angebunden ist. Im Verlauf des Rundwegs werden wiederholt Holzbrücken über den Tannbach geführt, die sich gestalterisch an den bestehenden Brücken orientieren und den Weg als durchgängiges Erlebnis verbinden.
Die Umsetzung erfolgt in zwei Bauabschnitten (BA 1: 2023, BA 2: 2025/2026).
Auftraggeber Zweckverband Deutsch-Deutsches Museum
Planung / Realisierung 2019-2023










