Skate- und Bewegungspark Fuldaaue – der Entwurf steht!

Nach einem halben Jahr Bearbeitungszeit, 3 Workshops mit Nutzer:innen im Beteiligungsformat, anfangs noch vor Ort und später als Onlineveranstaltung, freuen wir uns, dass der Entwurf steht. Der besondere Landschaftsraum, auf dem schon ein kleiner Spielplatz und eine nicht mehr zeitgemäße Skateranlage vorhanden ist, wird gänzlich neu gestaltet.

Das Konzept basiert auf einer Leitidee, die die Schaffung einzelner Inseln innerhalb der Fuldaaue nach einer großen Flut erzählt. Die Inseln werden durch unterschiedliche Nutzer sukzessive wiederentdeckt und genutzt.  Hieraus entwickeln sich einem Strömungsbild nachempfunden, einzeln positionierte, aber in enger Verbindung stehende Inseln in der Parkaue.

Im Freiraumkonzept säumen diese Inseln den Auenbereich vom nördlich gelegenen Jugendzentrum bis zu den südlich gelegenen Sportarealen. Zwischen diesen Punkten tauchen immer wieder Inseln auf, die unterschiedliche Nutzungen aufweisen. Als Rumpf der Inselkette, mittig befinden sich der Realisierungs- und Ideenteil des Konzepts.

Alle Inseln werden durch eine gemeinsame Formensprache geprägt, unterscheiden sich aber in ihrer Größe und Lage. Markante Landschaftskanten, z.T. aus Beton, Steinschüttungen, Rasenkanten, Sitzgelegenheiten und Topographie, zeigen die Wucht des Wassers, welches die Entstehung der Inseln in der Leitidee geprägt hat. Weiche und Flache Übergänge auf der anderen Seite lassen die Inseln in die bestehende Landschaft übergehen. 
Somit stehen die Inseln durch ihre wiedererkennbare Form in indirektem aber wahrnehmbarem Zusammenhang. Zudem werden vertikale Einbauten als markante, senkrechte Strukturen in identischer Farbgebung (siehe Materialien) implementiert. (Spielgerüste, Wegweiser, Fahrradständer, Skateobjekte, Parcour- und Calisthenicsgerüste, Lichtanlagen etc.) Die einzelnen Inseln sind somit baulich getrennt voneinander oder nur mittels Stegen, die eine einheitliches Verbindungselement darstellen, erschlossen. So sind Inseln mit Calisthenics-Anlagen und Parcours im Landschaftsraum eingebettet, sie führen vom südlichen Ideenteil nach Norden in den Realisierungsteil. Dort gelingt der Übergang zu den Spielbereichen, größere Inseln beinhalten Spiel- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche. Zeitgleich sind aber auch Ruhezonen als Aufenthaltsflächen geplant, von denen wiederum mittels Stegen weitere Inseln erschlossen werden können. Durch diese Vernetzung im Realisierungsteil gelingt es, die Nutzungen eng zueinander zu führen – man kann von unterschiedlichen Standpunkten unterschiedlichste Nutzungen beobachten: Skaten, BMX, Parcours, Calisthenics, aber auch Kinder beim Rutschen oder Klettern. Natürliches Streifgrün, naturnah gestaltete Ufer lassen die Inseln erobern – reine Naturerfahrung ist vorausgesetzt. Baubeginn vorr. in 2022. In Zusammenarbeit mit endboss GmbH als ARGE.

 

 

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